Kategorie: Alexia Kathmann

Mit Mahler in den Schlaf lachen

Eine gute Freundin überreichte mir zum Geburtstag einen Ratgeber. Voraussetzung für ein solches Geschenk ist natürlich, dass man ein mehr oder minder schwerwiegendes geistiges oder körperliches Dilemma vorweisen kann, in meinem Fall: Anhaltende Schlaflosigkeit. Ein jeder hat es sicher schon einmal erlebt: Die Zeit läuft…

Der Knast als Camera Obscura

Der Amerikaner Curtis Dawkins ist ein Glücksfall für jede PR-Abteilung eines Verlages: Ein zu lebenslanger Haft verurteilter Mörder, der zu einem von Kritikern gefeierter Literaturstar wird. Ja, es gibt ihn noch, liebe Leserinnen und Leser, Bühne auf für den im Dunstkreis der Trump’schen Weltkatastrophe verloren…

Terra incognita DDR

Wer kennt ihn nicht, den niedlichen „Trabbi”, das Auto der Ossis, das nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung zum Symbol der DDR wurde, zum ulkigen Liebhaber- und Museumsstück argloser DDR-Nostalgie. Der Trabant ist auch das Objekt, auf das die Heldin Johanna aus Paula Fürstenbergs Debütroman Familie der…

Glück im Unglück

Grundsätzlich, wenn auch widerwillig, muss ich ihr recht geben, der Romanfigur von Yasmina Reza, die in Eine Verzweiflung vor allem eines tut: Austeilen. Und zwar gegen den eigenen Sohn, der naturgemäß nicht zu Wort kommen kann, denn Eine Verzweiflung ist ein einziger innerer Monolog, eine…

Europa, ein Bluterguss

Robert Menasse hat es schwer bei mir. Denn sein 1991 erschienener Roman Selige Zeiten, brüchige Welt ist nichts weniger als mein Buch, das Buch, das ich jedem empfehle, der wissen will, was es denn auf sich hat mit diesem Ding, das man Leben nennt. Ja,…